News vom 23. März 2008
Formel 1 Weltmeister Kimi Räikkönen hat beim heutigen Formel 1 Rennen den Großen Preis von Malaysia gewonnen. Der Ferrari-Pilot verwies Robert Kubica und Heikki Kovalainen auf Platz 2 und 3. Bester deutscher war Nick Heidfeld auf Platz sechs.
Ferrari ist nach dem miesen Auftakt beim von Melbourne wieder zurück, McLaren Mercedes kam in Malaysia mit einem blauen Auge davon, und die deutsche Fahrer erlebten ein Debakel: Kimi Räikkönen meldete sich nur eine Woche nach dem Chaos Rennen in Australien am Ostersonntag mit einem Sieg in Malaysia im Formel-1-Titelrennen 2008 zurück. Räikkönen bewahrte Ferrari vor einer erneuten Pleite. Räikkönen sein Teamkollege Felipe Massa, der auf der Pole Position stand, kam heute wieder nicht ins Ziel.
Auch BMW konnte sich freuen, im zweiten Rennen gab es den zweiten Podestplatz. Allerdings war es diesmal nicht Nick Heidfeld er als Zweiter auf dem Podest stand, sondern diesmal konnte Teamkollege Robert Kubica aus Polen überzeugen und sicherte sich ein Platz auf dem Treppchen. Für Nick Heidfeld reichte es heute nur für Platz sechs, womit er aber wieder der beste aller deutschen Fahrer aus dem Feld war. Heidfeld sagte nach dem Rennen: “Ich habe gerettet, was zu retten war, deshalb sind die drei Punkte sicher besser als nichts”. Heidfeld konnte am Ende doch noch einen Triumph feiern, er fuhr die erste schnellste Rennrunde seiner Karriere und für BMW-Sauber.
Hamilton weiter führender in der Gesamtwertung
In der Gesamtwertung führt weiter der Sieger vom Großen Preis von Australien Lewis Hamilton (Großbritannien) mit 14 Punkten. Hamilton schaffte es in Malaysia im McLaren-Mercedes allerdings nur auf den fünften Platz und sein Teamkollege Heikki Kovalainen aus Finnland schaffte es am Ende auf Platz drei. Die beiden McLaren Piloten mussten wegen eines Regelverstoßes im Qualifying jeweils fünf Plätze weiter von hinten starten. Hamilton startete von Platz neun, Kovalainen von Platz acht. Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte nach dem Rennen: “Mehr war heute für uns nicht drin, aber trotzdem haben wir zehn Punkte gemacht die sehr wichtig waren”.
Kimi Räikkönen feierte huete den 16. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere und schob sich mit elf Punkten auf Rang zwei der Formel 1 WM-Gesamtwertung vor. Räikkönen lag nach 56 Runden ungefährdet 19,5 Sekunden vor dem Polen Robert Kubica. Der erster Saisonsieg vom “Iceman” war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Räikkönen sprach nach dem Rennen selbst von einer Spazierfahrt und sagte: “Nach dem schwierigen Wochenende in Australien hatten wir keine Ahnung, wo wir stehen. Heute war das aber wirklich ein ganz leichter Sieg. Es gab keinerlei Probleme und alles lief perfekt.”
Nick Heidfeld ist mit elf Zählern auf dem Konto nun WM-Dritter gefolgt von Kovalainen mit 10 Punkten. In der Konstrukteurs-WM liegt Mercedes vorne und führt mit 24 Punkten vor BMW die 19 Zähler auf dem Konto haben.
Mario Theissen, BMW-Motorsportdirektor war sehr zufrieden und freute sich über das beste BMW Ergebnis in der Formel 1: Noch nie konnte BMW Elf Punkte in einem Rennen holen. Theissen sagte im Anschluß an das Rennen: “Ich bin hoch zufrieden mit unserem Saisonauftakt und wir haben damit eine starke Basis für die nächsten Rennen geschaffen”
Nico Rosberg (Wiesbaden), in Melbourne als Dritter erstmals auf dem Podium, stürzte im Williams-Toyota nach einer frühen Kollision auf den 14. Platz ab. Die drei anderen deutschen Fahrer, Sebastian Vettel (Heppenheim/Toro-Rosso-Ferrari), Timo Glock (Wersau/Toyota) und Adrian Sutil (Gräfelfing/Force-India-Ferrari), schieden alle aus.
Pech für Timo Glock
Wie von Mercedes-Sportchef Norbert Haug befürchtet, behauptete Ferrari die beiden Top-Positionen und setzte sich danach schnell von allen Rivalen ab. Pech im deutschen Duell hatte Timo Glock. In der ersten Runde kollidierte der Toyota-Pilot mit Nico Rosberg. Glock fuhr das beschädigte Auto zurück in die Box, dort stellten seine Mechaniker eine gebrochene Radaufhängung fest – das war das frühe Ende des Arbeitstages für den Hessen. Rosberg musste ebenfalls in die Box, der 23-Jährige konnte das Rennen mit einer neuen Frontpartie am Williams aber fortsetzen.
Glock war sich keiner Schuld bewusst. “Nico hat anscheinend versucht, mich in Kurve 14 zu überholen. Ich habe nur ganz normal eingelenkt, und er wollte reinfahren. Er hat mich mit dem Vorderrad an meinem Hinterrad getroffen”, sagte der Toyota-Pilot. Es werde wohl noch eine Weile dauern, bis er diesen Ausfall verdaut habe, meinte Glock, “aber ändern kann ich es auch nicht mehr”. Sutil musste in Runde sieben mit einem Hydraulikdefekt aufgeben, bei Vettel kündigte in Runde 41 eine Rauchwolke aus dem Heck seines Autos den Motorschaden an.
Massa kam in Runde 17 als erster Ferrari-Pilot zum Boxenstopp, Räikkönen eine Runde später. Der Finne wurde einen Tick schneller abgefertigt und kam Sekundenbruchteile vor Massa auf die Strecke zurück. Verfolger Kubica lag zu diesem Zeitpunkt schon fast 15 Sekunden hinter dem roten Spitzenduo auf Platz drei zurück.
Silberpfeil-Star Hamilton hatte sich mit einem Blitzstart zwar vom neunten auf den fünften Rang nach vorn geschoben, doch in Runde 20 warf ihn ein verpatzter Boxenstopp wieder zurück. Der Brite stand 20 Sekunden, weil seine Mechaniker offenbar Probleme mit dem rechten Vorderrad hatten. Sein Rückstand auf den führenden Räikkönen war dadurch auf mehr als 44 Sekunden angewachsen.
Massa ins Kiesbett
Aufregung herrschte in Runde 31 am Ferrari-Kommandostand. Massa verlor plötzlich die Kontrolle über den roten Renner, rutschte ins Kiesbett und grub sich dort tief ein. Damit war Räikkönen auf sich allein gestellt, der Weltmeister lag aber beruhigende 22 Sekunden vor Kubica.
Durch den erneuten Ausfall werden die Spekulationen um Massas Zukunft bei Ferrari weiter angeheizt. Angeblich soll der Brasilianer zum Saisonende in die Wüste geschickt und 2009 durch den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso ersetzt werden. Laut italienischen Medien soll der Spanier längst einen Vorvertrag bei den Roten unterschrieben haben. Renault-Pilot Alonso holte als Achter in Malaysia noch einen WM-Punkt. (Bild: AFP)
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