News vom 29. April 2009
McLaren-Mercedes ist glimpflich aus der Lügen-Affäre gekommen. Bei der heutigen außerordentlichen Sitzung in Paris des World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA wurde eine Bewährungsstrafe gegen den Rennstall verhängt.
Sollten weitere Details der Lügen-Affäre bekannt werden, oder der Rennstall erneut gegen den Artikel 151c des Internationalen Sport-Regelwerks verstoßen, würde die Strafe in Kraft treten und der Rennstall für drei Formel 1 Rennen gesperrt werden.
Für die milde Bestrafung hat sich der Internationale Automobilverband FIA entschlossen, nachdem Vodafone McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh während der Sitzung des Motorsport-Weltrats zugegeben hatte, das der Rennstall fünf Mal gegen den Artikel 151c des Internationalen Sport-Regelwerks bei dem Grand Prix in Australien und Malaysia verstoßen hat.
Norbert Haug, Mercedes-Motorsportchef, war über diese Entscheidung sehr glücklich. Er betitelte sie als faires Urteil und bedankte sich bei den Mitgliedern des World Motorsport Councils für ihre Betrachtung der Vorfälle.
Hintergrund der Lügen-Affäre waren die Aussagen von Weltmeister Lewis Hamilton und des damaligen McLaren-Sportdirektors Dave Ryan nach einem unerlaubten Überholmanöver von Toyota-Pilot Jarno Trulli gegenüber den Rennkommissaren. Mit ihren Lügen profozierten sie absichtlich eine Bestrafung von Trulli. Überführt wurden die beiden durch Funkmitschnitte. (dtn/gr/pixelio/Matthias Stöbener)
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